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Gebäudekomplex Heckmannhöfe in Berlin-Mitte
 
Bauherr GVO GmbH & Co. KG   Standort Oranienburger Straße 32, Tucholskystraße 34, Auguststraße 9 - 10117 Berlin
Baukosten 22 Mio. DM   Fertigstellung 2001
Leistungen Leistungsphasen 1-9 HOAI      
 
Fassade Oranienburger Straße   Lageplan
 
Berliner Charme - es gibt ihn tatsächlich noch, auch wenn am Potsdamer Platz oder im Regierungsviertel nicht viel davon zu spüren ist. Von jeher identifizieren sich die Berliner ohnehin viel stärker mit ihrem Kietz als mit den Parademeilen. Das Flair des urbanen Berlin der Jahrhundertwende, an das viele bemühte Großprojekte heute wieder anknüpfen möchten, ist jedoch am intensivsten in den zu neuem Leben erweckten Innenhofpassagen im Stadtbezirk Mitte zu erleben.
Die Heckmannhöfe befinden sich hier im Herzen der Hauptstadt auf dem historischem Terrain der Spandauer Vorstadt zwischen Oranienburger Straße und Tucholskystraße in prominenter Nachbarschaft zur rekonstruierten Synagoge.
1990 wurde das Viertel um die Torstraße, Spree und S-Bahn-Bogen als Flächendenkmal unter Schutz gestellt. Viele Gebäude wurden aufwändig saniert - so auch die Heckmannhöfe.
Nachdem sich die Heckmannsche Erbengemeinschaft Ende 1996 entschloss, die Höfe mit einem Gesamtaufwand von 11 Mio. Euro zu rekonstruieren und die Sanierungsträgergesellschaft mit Entwicklung, Planung und Bauleitung beauftragte, wurden sie in nur dreijähriger Planungs- und Bauzeit einer grundlegenden Verjüngungskur unterzogen und die Hinterhofkette zu einer multifunktionalen Passage qualifiziert.
  Unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange entstand ein Wohn- und Gewerbekomplex, der beispielhaft für das ganze Viertel wirkte. Das Konzept lautete, Harmonie zwischen Wohnen, Arbeiten, Kunst-, Einkaufs- und Freizeiterlebnis zu schaffen. Gebäudesubstanz, Innenräume und Außenanlagen wurden in restauratorischer Kleinarbeit mit Liebe zum Detail aufgearbeitet und mit zeitgemäßen Gestaltungsmitteln ergänzt.
Neben Bonbonfabrikation und Buchhandlung, Fotoatelier und Modeboutique, Möbelkontor und Teegeschäft finden sich auch Nutzungen wie Kindertheater, Jazzkeller und Begegnungsstätte. Fünf gastronomische Einrichtungen machen den Aufenthalt angenehm auch für die Mieter der restlos vermieteten Gewerbe- und Atelierflächen, die diesen Nutzungsmix und die regenerativen Freiflächenangebote schätzen.
Für den Architekten stand hier ganz besonders der Aspekt der sensiblen Einfügung im Vordergrund des Gestaltungskonzepts. Die interessante Raumkonfiguration erübrigte jedes formale Experiment. Situationen wie der Innenhof Oranienburger Straße konnten so mit reduzierten Gestaltungsmitteln in überraschender Weise aufgewertet werden. Trotz baulicher Enge besticht ein großzügiges Raumerlebnis und eine stringente Wegführung.